Welcher Typ passt zu mir – beim Backen?

Alles, was ihr über die DIN-Typen beim Mehl wissen müsst!

Mal ganz ehrlich: woher sollen wir wissen, welcher Typ am besten zu uns passt? Es gibt so viele… helle, dunkle,feine, grobe, gesunde, nicht so gesunde… da blickt doch keiner mehr durch! Damit ihr nicht weiterhin ratlos vor dem Backregal im Supermarkt stehen müsst, geben wir euch heute ein Einmaleins in Sachen Mehlsorten.

Mehl-Typen
Foto: shutterstock/MShev

Was bedeuten die Zahlen auf der Mehlpackung?

Die bekannteste Mehlsorte ist wohl das Weizenmehl Type 405. Das haben schon unsere Omas zum Backen genommen. Doch da wir ja mit der Zeit gehen und uns gesunde Ernährung wichtig ist, weichen wir auch schon mal auf gesundes Vollkorn- oder Dinkelmehl aus. Oder noch besser: Dinkel-Vollkorn! Aber auch hier gibt es verschiedene Typen. Woher weiß ich nun, ob ich Dinkelmehl Type 630, 812 oder 1050 brauche?

Ganz einfach…

Als erstes solltet ihr wissen, dass die Zahlen die Mineralstoffmenge in Milligramm pro 100 Gramm Mehl angeben. Beim Getreide befinden sich Vitamine und Mineralstoffe nämlich vor allem in der Hülle des Korns. Je stärker das Korn gemahlen wird und je mehr „Korn-Hülle“ im Mehl vorhanden ist, desto gesünder ist es auch. Als Beispiel: in unserem Standard-Weizenmehl Type 405 befinden sich somit pro 100 Gramm Mehl noch genau 405 Milligramm Mineralstoffe.

Regel:

Je höher die Zahl auf der Mehl-Verpackung, desto gesünder!

Wann brauche ich welche Mehl-Type?

Ein gröberes Mehl mit einer hohen Type-Zahl ist also gesünder. Das wäre also geklärt. Allerdings lässt sich grobes Mehl nicht ganz so gut backen wie ein feineres Mehl. Unsere Omas hatten also schon Recht mit ihrer Mehlwahl, zumindest wenn es ums Kuchen oder Plätzchen backen geht. Gröbere und gesunde Mehlsorten wiederum eignen sich hervorragend zum Brot und Brötchen backen.

Weizenmehl

Feines-Gebäck-mit-Weizenmehl
Foto: shutterstock/Tanya Stolyarevskaya

Wie bereits erwähnt, ist der Klassiker unter den Weizenmehl-Sorten die Type 405. Da bei dieser Mehlsorte überhaupt keine Schalen vermahlen werden, ist das Mehl weiß und schön fein. Es eignet sich besonders für feine Backwaren. Die weniger bekannte Type 550 eignet sich aber ebenfalls sehr gut zum Backen, teilweise sogar besser als das 405er. Da die Type 550 etwas „griffiger“ als das feine 405er Mehl ist, gelingen zum Beispiel Hefeteig und Brötchen besser, da der Teig Flüssigkeit beim Aufgehen langsamer aufnimmt und somit stabiler bleibt. Höhere Typen-Zahlen wie 812 oder 1050 sind prima für Brötchen oder Weizenbrote. Das Mehl ist auch etwas dunkler und enthält natürlich mehr Mineral- und Ballaststoffe, was die Verdauung anregt.

Dinkelmehl

Dinkel
Foto: shutterstock/HandmadePictures

Beim Dinkelmehl fängt die Type bei 630 an. Genau wie beim Weizenmehl gilt auch hier: je höher die Zahl, desto gesünder ist das Mehl. Dinkelmehl ist sehr gesund und wird seit einigen Jahren besonders in Form von Dinkelbroten verzehrt. Es besitzt eine leicht nussige Note und gefällt vielen besser als die dunklen Vollkornbrote. Denn auch ein Dinkelbrot kann weiß sein. Das liegt daran, dass das Korn, ebenso wie beim Weizenmehl, ohne Schale gemahlen wird, und dadurch weißes, feines Mehl entsteht. Bei den höheren Dinkel-Typen 815 und 1050 ist dementsprechend jeweils mehr von der Hülle im Mehl, so dass es immer dunkler und gröber wird.

Roggenmehl

Das hellste Roggenmehl und die Einstiegs-Type-Zahl ist 815. Roggenmehl hat einen markanteren, herberen Geschmack als die anderen Mehlsorten. Besonders das grobe 1150er Roggenmehl wird gerne zum Brot und Brötchen backen verwendet. Durch seine Polyphenole und Arabinoxylane gilt Roggenmehl ebenfalls als sehr gesund.

Vollkornmehl

Vollkornbrot
Foto: shutterstock/Nataliya Nazarova

Hierzu muss man nicht viel sagen: Vollkornmehl ist mit Abstand das gesündeste Mehl auf dem Markt. Das sagt der Name eigentlich auch schon aus: VOLLKORN! Hier wird also absolut nichts vom vollen Korn entfernt (außer die nicht essbaren Bestandteile, wie Spelzen und Hülsen), das Mehl besitzt alle Bestandteile des Korns und somit auch alle Vitamine, Ballaststoffe und Mineralien. Deshalb gibt es bei dieser Mehlsorte auch überhaupt keine DIN-Typen Angaben.

Wir hoffen, dass euch das kleine Mehl-Einmaleins etwas geholfen hat und ihr das nächste Mal nicht mehr so grübelnd vorm Mehlregal stehen müsst. Probiert es einfach aus!

Annika
Die Kleine

Mit einer Körpergröße von gerade einmal 156 cm gehört sie zu den kleinen Menschen unserer Bevölkerungsgruppe. Was ihr an Körpergröße fehlt, macht sie mit ihrer Vielseitigkeit wett. Die kunterbunte Mischung ihrer Interessen ist als Schreiberling eine große Bereicherung. Ob Punk Rock, Sinatra oder Die drei Fragezeichen, Horror- oder Liebesfilm, Steak oder Grünkern – sie kann allem etwas Positives abgewinnen. So richtig entscheiden will sie sich nicht, muss sie ja auch nicht.
Als Schauspielerin und Autorin konnte sie schon einiges von der Welt sehen, viele verschiedene Menschen kennen lernen und fremde Kulturen und Subkulturen erforschen. Kein Wunder also, dass sie jeden Kuchen probieren will!

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