Das etwas andere Avocadobrot

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Foto: fooddeco.nl

Ach, Avocado, du geiles, grünes Ding!

Was hast du uns nicht schon für traumhaft köstliche Brunchmomente beschert!
Weich und reif und aromatisch, mit auf den Punkt pochiertem Ei bedeckt, sein goldgelbes, warmes Eigelb, gleich einem feurigen Lavastrom, über dich ergießend. Garniert mit knusprigen Baconstückchen. Zusammen mit mildem Ziegenfrischkäse und leuchtender Roter Beete.
Hach, du bist einfach ein Gedicht, ein wahr gewordener Traum! Höchste Zeit, dir ein Denkmal zu setzen, dir und deinem dicklich weichen, betörendem Fleisch.
Und während wir noch darüber sinnieren, was deiner würdig wäre – eine überlebensgroße Skulptur des unnachahmlichen Damien Hirst beispielsweise, oder vielleicht ein poppig-schmalziger Ohrwurm aus der Feder der umtriebigen Taylor Swift – lecken wir uns die Reste einer cremigen Guacamole von den Fingern. Noms.

Öfter mal was Neues

Keine Frage, die Avocado ist aktuell so populär wie nie zuvor.
Böse Zungen sprechen von ihr zwar als überbewertete Hipsterfrucht, Zielgruppe glutenintolerante, schwäbische Latte-Macchiato-Mutter, wohnhaft im Prenzlauer Berg. Aber das sind vermutlich dieselben Leute, die auch über Baby-Pandabären-Videos haten, Instantpülverchen in die „selbstgemachte“ Bolognese rühren, und immernoch glauben, bei McDingsbums gäbe es echte Burger. Nunja. Jedem Tierchen sein Pläsierchen.
Sprechen wir einfach nicht mehr darüber, sondern wenden uns dem neusten kulinarischen Superlativ im stetig wachsenden Avocadowunderland zu: dem etwas anderen Avocadobrot.

Kannten wir Avocadobrote bisher doch vor allem als saftig frisches, gelegentlich angeröstetes Sauerteigbrot mit cremiger Avocado, Meersalz, grobem Pfeffer und vielleicht noch einem Hauch Limette, verzichtet die neuste Variante ganz dreist auf herkömmliches Brot, Brötchen und Co., und ersetzt selbiges gekonnt durch reife Avocados.
Die mexikanische Frucht ist also nicht mehr nur streichfähiger Belag in der Nebenrolle, sondern leuchtender Star des Gerichts.
Es gibt zahllose Varianten und Kombinationsmöglichkeiten für die brotlose Low Carb Variante des Avocadobrotes, eine der beliebtesten ist (kurze Recherche auf Instagram, darauf ist bei hippem Food ja immer Verlass) eindeutig das Avocado Bun – also ein ein Burger, bei dem die Avocado nicht zusätzlich als grüne Beigabe zwischen den Brötchenhälften residiert, sondern selbige ersetzt.

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Der wohl gesündeste Burger aller Zeiten, mit Fleisch, Käse, Gürkchen – eben allem, was dazu gehört – zwischen zwei leuchtend grünen Avocadohälften. Foto: fooddeco.nl

Den Avocadoburger kann man natürlich auch als vegetarische oder vegane Variante umsetzen.
Oder als sündigen Frühstücksburger – hierfür einfach frische Tomate, knusprigen Speck und Spiegelei zwischen die beiden Avocadohälften geben.
Super lecker schmeckt die gefüllte Avocado auch mit knackigen Sprossen, saftigen Granatapfelkernen, Ziegenfrischkäse und Paprika.
Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

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Hmmm, ein Avocado-Breakfast-Burger! Foto: fooddeco.nl

 

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Gefüllte Avocado für Fortgeschrittene. Foto: fooddeco.nl

Ein Avocado Rezept der anderen Art

Für unsere ersten Schritte im Avocado-ist-das-neue-Brot-Abenteuer wagen wir uns sicherheitshalber an ein einfaches Rezept zum Warm werden, Luft nach oben ist dann ja noch genügend.

Wir werden heute ein veganes Avocado-Ei zaubern! Sieht fabelhaft aus, passt super zum Frühstück, Brunch, Brotzeit oder Salat, und der Aufwand hält sich in Grenzen.

Hierfür schneiden wir die Avocado einmal durch und teilen sie in zwei Hälften, und zwar nicht, wie sonst üblich, der Länge nach, sondern quer.
Vorsichtig den Kern entfernen
und dann, noch vorsichtiger, mit einem Löffel die beiden Hälften, jeweils am Stück, aus der Schale lösen.
In die Mulden, die der Kern hinterlassen hat, Hummus einfüllen und glatt streichen.

Hummus macht man am besten selbst – hierfür einfach eine Dose Kichererbsen, vier Esslöffel Tahin, eine Knoblauchzehe, zwei Esslöffel Olivenöl und zwei Esslöffel Zitronensaft pürieren. Mit Salz abschmecken – fertig!
Wer keinen Pürierstab hat, kann natürlich auch fertiges Hummus kaufen.

Nun beide Avocadohälften wieder sachte auf einander setzen, und das Avocado-Ei in einer Mischung aus gehackten Pistazien und Mandeln wenden. Yummie!

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Unser „Avocado-Ei“ – sieht das nicht super lecker aus? Foto: fooddeco.nl

 

Die Fotos auf dieser Seite sind übrigens allesamt von Fooddeco, einem niederländsichen Blog, den ich all jenen wärmstens ans Herz legen möchte, die sich, wie ich, nicht satt sehen können an gekonnt gestylten Foodpics!

Sibylle
Rotkäppchen

Hat einen Faible für schöne, unnütze Dinge – und ist somit bei Zitronenzauber zuständig für Deko und Interior, Lifestyle und ästhetisches Allerlei. Ihre andere große Leidenschaft: Essen. Also Essen essen. Und Essen machen. Und drüber schreiben. Yum. Geht immer: Bier, Käse und Schokolade. Flamingos. Überhaupt alles was Rot ist. Reisen. Riesenräder. Geht gar nicht: Bananen. Winter und kalt. Bananen. Und Bananen.

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